Was ist eine Reflexion?
Die Definition von „Reflexion“ ist das intensive Nachdenken (Reflektieren) über eine bestimmte Sache. Dabei prüft man das eigene Handeln sowie eigene Gedanken und Gefühle – das nennt man Eigenreflexion oder Selbstreflexion. Im akademischen Kontext dient die Reflexion dem Vergleich von Ziel und Ergebnis der eigenen Arbeit. Sie fordert kritisches und analytisches Denken und macht das Geschehene dadurch besser nachvollziehbar.
Der Ursprung des reflektierten Nachdenkens liegt bei den Philosophen des griechischen Altertums. Platon nannte es „Erkenntnis der Erkenntnis“, Aristoteles „Denken des Denkens“. Seit dem 17. Jahrhundert ist die Reflexion ein Fachbegriff der Philosophie: Philosophen reflektieren den Sprachgebrauch oder die Gesellschaftsverhältnisse. Das Ziel einer Reflexion: Verhältnisse begründen, um sie zu verbessern.
Im akademischen Kontext reflektieren Studenten ihre Vorgehensweise, ihr Zeitmanagement und die Ergebnisse ihrer Arbeit. Wer diese Punkte nicht prüft, wiederholt dieselben Fehler.
Im Folgenden sehen Sie Beispiele für Reflexionen:
Warum werden Reflexionen geschrieben?
Das Ziel einer jeden Reflexion ist, aus Geschehenem zu lernen. Im akademischen Kontext stellen Studierende durch das Reflektieren der eigenen Arbeitsweise fest, wie sie effizienter arbeiten. Es geht darum, Fehler in künftigen akademischen Arbeiten zu vermeiden. Erkenntnisse aus Reflexionen im persönlichen Leben lassen sich dabei auf akademisches Arbeiten übertragen – und umgekehrt.
Dies sind die positiven Effekte des reflektierten Nachdenkens:
Wann werden Reflexionen geschrieben?
In Schulzeit und Studium fordern Lehrer und Dozenten Schüler oder Studenten auf, eine Reflexion zu schreiben. Im Folgenden finden Sie Situationen, in denen ein Reflexionsbericht gefordert wird:
Selbstreflexion schreiben
Die Selbstreflexion bezieht sich ausschließlich auf das Reflektieren des eigenen Verhaltens sowie der eigenen Gefühle und Gedanken. Eine reine Selbstreflexion wird in akademischen Kreisen nicht gefordert – dennoch gehört die Selbstreflexion zu jedem Reflexionsbericht dazu.
Im Alltag reflektieren Menschen ständig: unbewusst im Gedankenfluss, bewusst durch Meditation oder Tagebuch. Reflektieren fördert die Persönlichkeitsentwicklung, weil man eigene Bedürfnisse besser versteht. Eine reflektierte Lebensweise verbessert außerdem den Umgang mit anderen Menschen. Selbstreflexion findet auch in persönlichen Gesprächen statt.
Das Schreiben einer Selbstreflexion erfordert Zeit, Geduld und Ehrlichkeit – denn man muss bereit sein, eigene Fehler und Schwächen vor sich selbst zuzugeben. Selbstreflexion dient zudem der Konfliktlösung: Wer die Fehler im eigenen Verhalten erkennt, versteht die Reaktion anderer besser.
In der Selbstreflexion für akademisches Arbeiten stellen sich Studenten diese Fragen:
- Wurden meine Erwartungen erfüllt?
- Was habe ich gelernt beziehungsweise welchen Nutzen habe ich daraus gezogen?
- Was hat mir am Arbeitsprozess gut / weniger gut gefallen?
- Wo sehe ich Verbesserungspotenzial bei mir?
Selbstreflexionen werden vor allem in Studiengängen wie Pädagogik, Erziehungswissenschaften und Soziale Arbeit gefordert, weil es dort um den Umgang mit oft vulnerablen Menschen geht. Selbstreflexion vermindert Stereotypen und steigert Empathie: Wer eigene Vorurteile erkennt, baut sie leichter ab. Bei angeleiteten Selbstreflexionen stellt ein Dozent oder Teamleiter die Fragen, über die der Student nachdenkt.
Beispiel für eine Selbstreflexion eines Lehramtsstudenten:
Gestern habe ich auf die Frage eines Schülers genervt reagiert – sie erschien mir unnötig und selbsterklärend. In dem Moment empfand ich die Frage als Ablenkung vom Wesentlichen meines Unterrichtsinhalts, und da ich mich unter Zeitdruck fühlte, die geplante Unterrichtsstunde innerhalb der vorgegebenen 45 Minuten durchzuführen, reagierte ich negativ. Ich habe die Frage des Schülers als unwichtig abgetan, und meine negativen Emotionen waren dem Schüler – und dem Rest der Klasse – deutlich sichtbar. Im Nachhinein wird mir bewusst, dass ich dadurch vermutlich den Schüler vor seiner Klasse bloßgestellt und sein Selbstwertgefühl verletzt habe. Dessen Frage war ehrlich gemeint und ich hätte sie zwar nicht beantworten, aber zumindest freundlich reagieren sollen. Mir ist klargeworden, dass ich sensibler im Umgang mit den Emotionen meiner Schüler werden sollte. Daher nehme ich mir fest vor, in Zukunft im Klassenraum empathischer und netter zu sein.

Wie schreibe ich eine Reflexion?
Genau wie andere Texte hat auch eine Reflexion eine klare Struktur. Obwohl es sich um einen subjektiven Text handelt, gibt es fürs Reflexion schreiben ein Muster, dem Studenten folgen. Manche Universitäten haben eigene Richtlinien für Reflexionen – prüfen Sie diese beim zuständigen Dozenten oder auf der Webseite der Universität.
Hier sind unsere Tipps, um eine gute Reflexion zu schreiben:

Dos und Don’ts für das Schreiben einer Reflexion
Da das Schreiben von Reflexionen anders funktioniert als das Verfassen akademischer Texte, machen Schüler und Studenten bestimmte Fehler. Um diese zu vermeiden, folgen hier 10 Do’s und Don’ts.
Do’s:
Don’ts:
Hilfe fürs Schreiben einer Reflexion
Für das Schreiben einer Reflexion können Sie selbstverständlich auch Hilfe anfordern – zum Beispiel von Ghostwriter Texte, unserer zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Ghostwriter Agentur. Neben dem Verfassen von studentischen Texten wie Ihrer Reflexion und anderen Hausarbeiten helfen wir auch beim Verfassen von Bewerbungen und Motivationsschreiben.
FAQ

Sabine Ziegler
Leiterin der Autorinnen
Sabine leitet unser Autorenteam, um sicherzustellen, dass alle unsere Inhalte den höchsten Standards entsprechen und die Ergebnisse liefern, die unsere Kunden benötigen.


